11.03. – Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 im Maschinen und Anlagenbau – Anforderungen praktisch umsetzen, Schutzziele der Maschinenrichtlinie erfüllen

11.03.2019 / IHK Donauwörth / Tagesseminar

Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 im Maschinen und Anlagenbau – Anforderungen praktisch umsetzen, Schutzziele der Maschinenrichtlinie erfüllen

Anforderungen aus EG-/EU-Richtlinien
Nicht nur die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG fordert eine Risikobeurteilung. Seit Inkrafttreten der NLF-Richtlinien wird z.B. auch in der Niederspannungs- und EMV-Richtlinie als Nachweis der Konformität eine „…geeignete Risikoanalyse und -bewertung“ gefordert. Die für die Maschinenrichtlinie harmonisierte Norm DIN EN ISO 12100 eignet sich ebenso für die praktische Anwendung im Bereich anderer, neuer EU-Richtlinien.

Nutzen:
In diesem Seminar erlernen Sie das systematische Verfahren zur Gefahrenanalyse innerhalb der einzelnen Lebensphasen, Prozess- und Eingriffsituationen. Sie üben die Vorgehensweise zur Beurteilung der signifikanten Risiken mit anwendbaren Risikographen.
Sie erfahren an praktischen Beispielen, wie und in welcher Reihenfolge geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Anhand der Ergebnisse aus der Risikobeurteilung erlernen Sie die Bestimmung der Güten für Sicherheitsfunktionen (Performance-Level gem. EN ISO 13849-1).

Programm
Anforderungen an die Maschinensicherheit gem. Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

  • Muss ich eine Risikobeurteilung durchführen? – Verantwortung im Unternehmen
  • Warum soll ich Normen anwenden? – Rechtliche Anforderungen und harmonisierte Normen
  • Warum C-Normen nützlich und wichtig sind, aber trotzdem nicht ausreichen
  • Ich habe Verantwortung aber keine Zeit – Wie die Risikobeurteilung „sparen“ hilft
  • Praktische Hilfsmittel

Risikobeurteilung gem. EN ISO 12100 – Fallbezogene Anwendung auf Maschinen

  • Warum alles mit dem Festlegen von Grenzen beginnen muss
  • Von den Eingriffs- und Prozesssituationen zur Gefährdung
  • Geeignete Risikographen zur Bewertung – ISO/TR 14121 und EN ISO 13849-1:2015
  • Wie bewerte ich die Risiken richtig?
  • Beeinflussen mich die Konsequenzen für die Sicherheitsfunktionen?
  • Warum sowieso meist PLr „d“ rauskommt
  • Drei Schritte zur Risikominderung
  • Die Warn- und Hinweispflicht – von Sicherheits- und Warnhinweisen

Risikobeurteilung gem. EN ISO 12100 für komplexe Anlagen

  • Der modulare Aufbau
  • Warum der Verkäufer und der Einkäufer mit der Risikobeurteilung beginnen muss
  • Zusammen wirkende Anlagenbestandteile und deren Schnittstellen – mehr als nur „Hinsehen“
  • Wie die Umgebung Einfluss nimmt – Brandschutz, Zugänge, Fluchtwege, Not-Halt-Konzept und andere Fallstricke

Zielgruppe
Geschäftsführer, Technische Leiter, QS-Beauftragte, Planer, Konstrukteure und alle in die Planung und Konstruktion eingebundenen Mitarbeiter, Technische Redakteure, Sicherheitsfachkräfte und Arbeitsschutzbeauftragte im Maschinen-, Anlagen- und Steuerungsbau.
Fach- und Führungskräfte in der Planung, Entwicklung und Konstruktion im Bereich des Maschinen-, Anlagen- und Steuerungsbaus oder Delegierte, Technische Einkäufer und Verkäufer, Instandhalter sowie alle, die sich mit Sicherheitsanforderungen im Maschinen- und Anlagenbau beschäftigen.

Voraussetzungen
Wir empfehlen jedem Teilnehmer sein eigenes Notebook mitzubringen („learning by doing“).
Hinweis zum angewandten Werkzeug:
Während des Seminars werden Teile einer exemplarischen Risikobeurteilung mit Hilfe unseres aktiven MS-Word- und Excel-Tools erarbeitet. Jeder Seminarteilnehmer erhält eine CD-ROM mit dem nützlichen Werkzeug für die weitere Nutzung im eigenen Unternehmen.

Referent
Reinhard Wießneth, Technischer Redakteur

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Referent:

Reinhard Wießneth, Techn. Redakteur

Veranstatltungsort:

IHK Donauwörth, Hindenburgstraße 7 in 86609 Donauwörth

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